Pink Cross erstattet Strafanzeige gegen die PNOS

Auf der PNOS‐Website wird mit diesem Bild vor Homosexualität gewarnt (Bild: Screenshot PNOS)

Ich bezeichnete den Schreiberling Florian Signer des äusserst homophoben Artikels auf der Website der Partei National Orientierter Schweizer am vergangenen Freitag als «Wirrkopf» und seine Aussagen als «braune Kackscheisse». Pink Cross muss sich da natürlich gepflegter ausdrücken und verurteilt in aller Deutlichkeit den beleidigenden und hetzerischen Artikel.

Pink Cross schreibt in einer Medienmitteilung, dass es nicht akzeptierbar ist, wenn sich «homo‐ und bisexuelle Menschen sich für ihre Sexualität rechtfertigen müssen» und sogar aufgefordert werden, sich «heilen» zu lassen. Solche Aussagen dürfen nicht unkommentiert und ungestraft bleiben, weshalb Pink Cross Strafanzeige gegen den Autor des Artikels, Florian Signer, einreichen wird. Florian Signer ist Vorsitzender der PNOS‐Sektion Appenzell und hat damit eine offizielle Funktion in der Partei inne.

Aufgrund der aktuellen Rechtslage – es fehlt in der Schweiz ein Anti‐Diskriminierungsgesetz – schätzt Pink Cross die Chancen für eine Verurteilung als gering ein, doch Co‐Präsident Michel Rudin gibt zu bedenken:

Wir müssen Strafanzeige erstatten – egal wie unsere Chancen stehen, hier eine Verurteilung zu erwirken. Die offensichtliche inhaltliche Nähe zum nationalsozialistischen Gedankengut der PNOS ist der Schweiz unwürdig. Schon alleine den unzähligen schwulen und bisexuellen Opfern der Vergangenheit sind wir es schuldig, dagegen anzukämpfen.

Am 25. September wird ausserdem der Nationalrat über die Erweiterung der Anti‐Rassismusstrafnorm um die Kriterien «sexuelle Orientierung» und «Geschlechtsidentität» beschliessen. Eine solche Erweiterung würde einen besseren Schutz vor Diskriminierung und Hass bieten als die heutige gesetzliche Grundlage und ist deshalb dringend notwendig.