Stolz und sichtbar: Die Lesbendemo 2019

Die Lesben* und ihre Freund*innen versammeln sich am morgigen Samstag in Lausanne, um für mehr Sichtbarkeit einzustehen. Auch für die zweite Lesbendemo – die erste in der französischsprachigen Schweiz – sind alle Menschen der Community sowie Freund*innen eingeladen, sich in Lausanne zu treffen, um für ein Lesbischsein einzustehen, dass mehr ist als eine sexuelle Orientierung.

Nach Bern 2018 ist in diesem Jahr nun Lausanne an der Reihe, die Lesbendemo zu organisieren. Am 27. April 2019 treffen sich Lesben, andere frauenliebende Frauen* und ihre Freund*innen aus der ganzen Schweiz, um für eine grössere Sichtbarkeit von Lesben und für eine politische Identität einzustehen. Gemeinsame Ziele sind:

  • mehr sexuelle Gesundheit
  • gewährung gleicher Rechte mit dem Zugang zur künstlichen Befruchtung für verheiratete lesbische Paare und der Witwenrente, mehr Schutz vor Gewalt und Diskriminierung sowie die Zivilehe für alle
  • Vorurteile gegenüber Lesben*, ihrer sexuellen Orientierung(en) und Geschlechtsidentität(en) auflösen

Dieser Tag ist für die Lesben* sehr wichtig, da sie im Alltag und in den Medien wenig Gehör finden. «Sich als Lesbe zu verstehen ist auch ein politischer und feministischer Kampf – ein Kampf derjenigen Frauen, welche Sexismus erleben, wie die meisten Frauen, aber auch Lesbophobie», erklärt Nicole Mary, Präsidentin von Lilith, dem waadtländischen Verein homosexueller Frauen.

«Es ist sehr wichtig für uns, noch sichtbarer zu werden, weil wir nach wie vor nicht die gleichen Rechte und Chancen haben wie jeder andere in dieser Gesellschaft.»

Im Bereich der Gesundheit werden Lesben* und andere frauenliebende Frauen* immer noch in Präventionskampagnen vergessen. Diese Unsichtbarkeit hat einen negativen Einfluss auf ihre Gesundheit, ihr Zugang zur Gesundheitsversorgung sowie die Betreuung durch das Pflegepersonal. «Dies gilt ebenso für trans* und intergeschlechtliche Menschen, welche spezifische Diskrimierung erleben», erinnert Camille Béziane, Verantwortliche des Vereins für die sexuelle Gesundheit der frauenliebenden Frauen «Les Klamydias».