Die zehn populärsten Beiträge im Jahr 2019

Was hat die Leser*innen meines Blogs 2019 am meisten bewegt? Schauen wir auf die Klick-Statistik …

Platz 10: Tschetschenien: Wiederum LGBT verschleppt und getötet
Heute Vormittag hat das russische LGBT Network Meldungen vom Freitag bestätigt: In der russischen Teilrepublik Tschetschenien wurde die Verfolgung von LGBT wieder aufgenommen. Wie Queer.de meldet, wurden seit Ende Dezember 40 Menschen wegen tatsächlicher oder vermuteter Homosexualität inhaftiert.

Platz 9: Noch eine Runde im Fall Melchnau
Der Fall «Reformierte Kirche Melchnau» geht auch nach dem Rücktritt der Kirchgemeinderatspräsidentin Chantal Lanz in eine weitere Runde. Heute ist beim Regierungsstatthalteramt Oberaargau eine zweite aufsichtsrechtliche Anzeige eingegangen. Beanstandet wird die öffentliche Medienmitteilung der Kirchgemeinde vom letzten Freitag.

Platz 8: Konservative wollen die Erweiterung der Rassismus-Strafnorm doch noch verhindern
Mit klarer Mehrheit haben Nationalrat und Ständerat am 14. Dezember der Erweiterung der Rassismus-Strafnorm mit dem Kriterium «sexuelle Orientierung» zugestimmt. Nicht zufrieden mit der Gesetzeserweiterung ist allerdings die EDU. Was mit dem Schutz bedürftiger Minderheiten begründet werde, sei letztlich ein «ideologisch geprägter Angriff auf das freie Wort und die Meinungsvielfalt».

Platz 7: Von «Genderzeugs» und Socken in den Jeans
Es ist schon so, dass in Bern alles ein bisschen langsamer vorwärts geht! In Bern überlegen wir gut, wir Berner*innen wägen ab und machen Schritt für Schritt vorwärts. So haben beispielsweise auch die «Homosexuellen Arbeitsgruppen Bern HAB» endlich bemerkt, dass der Vereinsname nicht mehr ganz so aktuell ist.

Platz 6: Der Fall «Max Blum» geht in die nächste Runde
Am Wochenende haben diverse Medien über den krassen Mobbingfall wegen seiner Homosexualität gegenüber «Max Blum» in der Kirchgemeinde Melchnau berichtet. Nun hat der Fall auch rechtliche Konsequenzen: Wie die Berner Zeitung «Der Bund» berichtet, hat Gérard Wettstein beim oberaargauischen Regierungsstatthalteramt eine aufsichtsrechtliche Anzeige eingereicht.

Platz 5: Homosexualität von Verbot der Diskriminierung in Gleichstellungsgesetz nicht erfasst
Heute hat das Bundesgericht mitgeteilt: «Personen, die eine Benachteiligung wegen ihrer sexuellen Orientierung geltend machen, fallen nicht unter das Verbot der direkten geschlechtsbedingten Diskriminierung von Arbeitnehmenden gemäss dem Bundesgesetz über die Gleichstellung von Mann und Frau».

Platz 4: Sex in der «Tube»: Zwei Männer angeklagt
Mitten im Brexit-Chaos hat mich soeben eine Meldung aus Grossbritannien erreicht, die wirklich von Bedeutung ist! *Ironie off* In London steht der 35-jährige George Mason und sein 24-jähriger Freund Nicholas M. vor Gericht. Vorwurf: Erregung öffentlichen Ärgernisses.

Platz 3: In vier Monaten Flagge zeigen!
Seit 2005 findet jeweils am 17. Mai der «International Day against Homophobia and Transphobia IDAHOT», statt – in erinnern an den 17. Mai 1990. An diesem Tag beschloss die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel der Krankheiten zu streichen.

Platz 2: Kauft nicht bei … Die Sache mit dem Boykott
Die Firma Läderach verkauft nicht nur leckere Schokolade, sondern auch christliche Werte. So investiere der Familienbetrieb – wie CEO Johannes Läderach gegenüber jesus.ch sagte – «einen Teil des Reingewinns in christlich-soziale Projekte». Zudem wird der Name Läderach seit längerer Zeit auch in Zusammenhang mit dem Verein «Marsch fürs Läbe» gebracht – doch dieses Engagement sei rein privater Natur. Irgendwie habe ich trotzdem das Gefühl, dass ich wohl mit dem Kauf von Schoggi beim Läderach trotzdem den «Marsch fürs Läbe» mitfinanziere.

Platz 1: Trauer um den Autor Jan Stressenreuter
Zu meinen Lieblingsbüchern gehört «Haus voller Wolken» von Jan Stressenreuter über die Geschichte eines schwulen Paares, deren Partnerschaft wegen einer Krankheit verändert wird. Nun musste ich erfahren, dass der Autor des Buches kurz nach seinem 57. Geburtstag in Köln gestorben ist.