Zehn Prozent halten in der Schweiz Schwule und Lesben für unmoralisch

Wir kennen das mulmige Gefühl, das uns manchmal beschleicht, wenn wir händchenhaltend durch die Strassen schlendern. Auch der scheue Blick nach links und rechts, wenn wir uns mit einem Kuss begrüssen, ist uns irgendwie fast angeboren. Gemäss einer Untersuchung der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ist diese Angst auch nicht ganz unbegründet.

Die Zahlen dieser noch unveröffentlichten Untersuchung haben in den letzten Tage verschiedene Zeitungen veröffentlicht. So halten fast zehn Prozent aller Erwachsenen Homosexualität für unmoralisch. Ich habe heute während einem Bummel durch die Stadt durchgezählt: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 findet mich unmoralisch, 1 2 3 4 5 6 7 8 9 findet mich unmoralisch … Das sind eigentlich verdammt viele Menschen, die meine Art zu lieben nicht mögen.

Spannend ist auch, dass Homofeindlichkeit nicht nur ein Problem der älteren Generation ist. In einer Befragung unter Jugendlichen vor zwei Jahre fanden über 14 Prozent der Befragten, dass Homosexualität unmoralisch sei. Über 30 Prozent bezeichneten Küsse unter Schwulen als ekelhaft. 1 2 3 4 5 6 7 findet mich ekelhaft findet mich ekelhaft findet mich ekelhaft 1 2 3 4 …

Zudem neigen Männer eher als Frauen zu Homophobie. Und ebenfalls nicht überraschend, dass Religiosität die Homofeindlichkeit «begünstigt» – und zwar unabhängig von der Religionszugehörigkeit.