Dossier: Tschetschenien

Anfang April 2017 haben wir erfahren, dass in der russischen Teilrepublik Tschetschenien Menschen wegen Homosexualität oder angeblicher Homosexualität von Sicherheitskräften verhaftet, gefoltert und getötet werden. Dabei wird von den tschetschenischen Behörden die Verfolgung abgestritten oder sogar gerechtfertigt.


Mahnwache für LGBT in Tschetschenien auf dem Waisenhausplatz in Bern.

Anfang November 2018 beschloss auf Druck von verschiedenen Staaten die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Menschenrechtsverletzungen an LGBT in der teilautonomen Republik Tschetschenien zu untersuchen. Kurz vor Weihnachten 2018 hat die OSZE die Resultate aus dieser Untersuchung vorgelegt und klar festgestellt: Säuberungsaktionen gegenüber LGBT sind umfassend dokumentiert.

«Säuberungsaktionen gegenüber LGBT sind umfassend dokumentiert.»


Was unternimmt die offizielle Schweiz gegen die Verschleppung von LGBT in Tschetschenien?
«Die Schweiz ist beunruhigt über Berichte von Menschenrechtsverletzungen im Nordkaukasus und verfolgt die Situation genau». Antworten zu meinen Fragen aus dem EDA zu der erneuten Verfolgung von queeren Menschen in der russischen Teilrepublik Tschetschenien und der Rolle der offiziellen Schweiz sind diplomatisch. …weiter…

Tschetschenien: Wiederum LGBT verschleppt und getötet
14. Januar 2019: Heute Vormittag hat das russische LGBT Network Meldungen vom Freitag bestätigt: In der russischen Teilrepublik Tschetschenien wurde die Verfolgung von LGBT wieder aufgenommen. Wie Queer.de meldet, wurden seit Ende Dezember 40 Menschen wegen tatsächlicher oder vermuteter Homosexualität inhaftiert. ..weiter…

Tschetschenien: Offenbar eine neue «Säuberungswelle»
11. Januar 2019: Heute hat die britische Internet‐Zeitung «The Independent» die Meldung veröffentlicht, dass in Tschetschenien eine neue «Säuberungswelle» gegen LGBT‐Menschen im Gange sei. …weiter…

Verfolgungen von queeren Menschen in Tschetschenien bestätigt
22. Dezember 2018: Anfang November beschloss auf Druck von verschiedenen Staaten die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Menschenrechtsverletzungen an LGBT in der teilautonomen Republik Tschetschenien zu untersuchen. Nun hat der Jurist Wolfgang Benedek seinen Bericht vorgelegt. …weiter…

Die Schweiz, das EDA und die Situation von LGBT in Tschetschenien
9. November 2018: Vor einer Woche habe ich in einem Post ausführlich über die Situation von LGBT‐Menschen in der russischen Teilrepublik Tschetschenien berichtet. Dabei habe ich Konstantin Sherstyuk von Quarteera e.V., dem russischsprachigen LGBT‐Verein in Deutschland, zitiert: «Schwule und Lesben werden weiterhin verfolgt, die Situation hat sich nicht verändert». …weiter…

Tschetschenien: LGBTI werden weiterhin verfolgt
3. November 2018: Wir erinnern uns: Knapp 200 Menschen haben im April 2017 auf dem Berner Waisenhausplatz eindrücklich gegen die Schwulen‐Jagd in der russischen Teilrepublik Tschetschenien protestiert. Ein paar Tage vorher hatten wir erfahren, dass in Tschetschenien Menschen wegen angeblicher Homosexualität von Sicherheitskräften verhaftet, gefoltert und getötet werden. Dabei wird von den tschetschenischen Behörden die Verfolgung abgestritten oder sogar gerechtfertigt. …weiter…

Tschetschenien: «Sie sagten, dass ich kein Mensch bin, dass ich ein Nichts bin»
31. Juli 2017: Das russische LGBT Network hat soeben einen Bericht zur Verfolgung von schwulen Männern in Tschetschenien vorgelegt. Der Bericht trägt den Titel: «Sie sagten, dass ich kein Mensch bin, dass ich ein Nichts bin». …weiter…

Diese Männer sind «Teufel»
18. Juli 2017: In seiner Antwort auf den Offenen Brief der HAB bestätigt Bundesrat und EDA-Chef Didier Burkhalter, dass in der Schweiz eine Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zur «Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft» führen kann. In einem TV-Interview mit dem amerikanischen Sender HBO nimmt der Präsident Ramsan Kadyrow der russischen Teilrepublik Tschetschenien kein Blatt vor den Mund: Schwule sind «Teufel». …weiter…

Unrecht in Tschetschenien
10. Juli 2017: Gemäss Angaben der LGBT-Bürgerrechtsbewegung allout.org haben in der russischen Teilrepublik Tschetschenien die Behörden wiederum mit der Verfolgung und Verhaftung von schwulen Männern begonnen. Dabei bezieht sich allout.org auf Hinweise der russischen Organisation «LGBT Network». …weiter…

Tschetschenien: Opfer sind noch immer in Gefahr
28. Mai 2018: Mitte April haben sich viele Menschen in vielen Städten versammelt – auch wir hier in Bern – um Solidarität mit den in der russischen Teilrepublik Tschetschenien von Sicherheitskräften verfolgten, verhafteten, brutal misshandelten und sogar ermordeten schwulen Männern zu zeigen. Höchste Zeit also, unseren Fokus wieder mal in Richtung Tschetschenien zu richten. …weiter…

Geflohen und trotzdem weiterverfolgt
31. Oktober 2017: M. ist 29, Tschetschene und schwul. Nach ständiger Gewalt und Übergriffen floh er nach Deutschland. Doch auch hier jagen ihn seine Landsleute, die ihn verprügeln, verhöhnen und bedrohen. …weiter…

In Russland «Fake News»
22. April 2017: Als «Fake News» abgetan werden die schrecklichen Berichte aus Tschetschenien weiterhin in Russland (als russische Teilrepublik gelten in Tschetschenien die russischen Gesetz). So beeilen sich die russischen Behörden immer wieder zu betonen, dass es «keine verlässlichen Informationen über Probleme in diesem Bereich gebe». …weiter…

Protest gegen die Schwulen‐Jagd in Tschetschenien auf dem Waisenhausplatz in Bern
14. April 2017: Gestern Abend haben sich auf dem Waisenhausplatz in Bern knapp 200 Menschen versammelt, um Solidarität mit den in Tschetschenien von Sicherheitskräften verfolgten, verhafteten, brutal misshandelten und sogar ermordeten schwulen Männern zu zeigen. …weiter…

#freethechechengays
8. April 2017: Seit einer Woche müssen wir laufend Schreckensmeldungen aus der russischen Teilrepublik Tschetschenien zur Kenntnis nehmen. So berichtete die Zeitung «Novaya Gazeta» anfangs Woche von «Elektroschocks und Stangenhieben» und veröffentlichte auch Bilder eines misshandelten Mannes nach seiner Freilassung. …weiter…

Tschetschenien: «Die Menschen verschwinden»
2. April 2017: In einem Interview mit «Echo Kaukasus» hat der zum russischen LGBT‐Netzwerk gehörende queere Aktivist Igor Koschetkow die schrecklichen Meldungen von über 100 Verschleppten und mehreren getöteten Personen in Tschetschenien bestätigt. …weiter…

Offenbar über 100 Schwule in Tschetschenien von Sicherheitskräften verschleppt
2. April 2017: Nach Meldungen von Queer.de unter Berufung der russischen Zeitung «Novaya Gazeta» sollen in Tschetschenien über 100 Menschen wegen angeblicher Homosexualität von Sicherheitskräften verhaftet und gefoltert worden sein. Mindestens drei Personen seien dabei getötet worden. …weiter…